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Lungen-, Stirnhöhlen- und Mittelohrentzündungen als Folge einer Pneumokokken-Infektion

Die Folgen einer nicht invasiven, leichteren Pneumokokken-Infektion können eine Entzündung der Lunge, der Stirnhöhlen oder des Mittelohrs sein.

Durch Pneumokokken ausgelöste Lungenentzündung-Pneumonie

Symptome

Zu den typischen Symptomen einer bakteriellen Lungenentzündung nach Pneumokokken-Infektion können Schüttelfrost, hohes Fieber, starkes Krankheitsgefühl, Husten mit Auswurf, erschwerte und schmerzhafte Atmung oder blass-bläuliche Verfärbung von Lippen und Fingernägeln (Zyanose) zählen.


Therapie

In der Behandlung einer durch Pneumokokken verursachten Lungenentzündung werden Antibiotika eingesetzt. Der Heilungsprozess wird durch strenge Bettruhe und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr unterstützt.


Vorsorge

Der beste Schutz vor Infektionskrankheiten sind Impfungen. Die Pneumokokken-Impfung wird durch die Ständige Impfkommission (STIKO) generell für alle Säuglinge und Kleinkinder ab dem vollendeten 2. Lebensmonat bis zum vollendeten 2. Lebensjahr sowie für alle Personen ab dem 60. Lebensjahr und für Kinder und Erwachsene mit bestimmten Risikofaktoren empfohlen.1,5,6 

Durch Pneumokokken ausgelöste Mittelohrentzündung -                            akute Otitis media

Symptome

Die Symptome treten meist plötzlich auf und können stechende ein- oder beidseitige Ohrenschmerzen, Klopfen im Ohr und Fieber sein. Häufig kommen auch Kopfschmerzen, Hörminderung oder ein allgemeines Krankheitsgefühl hinzu. Säuglinge sind unruhig, weinerlich, trinken wenig und greifen sich oft ans Ohr, dies wird auch "Ohrzwang" genannt.


Therapie

Bei Verdacht auf eine bakterielle Infektion werden Antibiotika und abschwellende Nasentropfen verabreicht. Linderung erreicht man durch Schmerzmittel. Eine chronische Mittelohrentzündung bedarf häufig einer operativen Wiederherstellung des Trommelfells (Tympanoplastik). Bei leichteren Verlaufsformen erhalten die Betroffenen Antibiotika, Ohrentropfen oder– spülungen. Um die Belüftung der zum Mittelohr gehörenden Paukenhöhle wiederherzustellen, wird in vielen Fällen auch ein kleiner Schnitt ins Trommelfell gemacht (Parazentese) oder ein Paukenröhrchenimplantat gelegt.


Vorsorge

Eine Pneumokokken-Impfung schützt vor den Mittelohrentzündungen, die durch die im Impfstoff enthaltenen Pneumokokken-Serotypen ausgelöst werden. Auch müssen bei geimpften Kindern deutlich seltener Paukenröhrchenimplantate gelegt werden. Die Pneumokokken-Impfung wird durch die Ständige Impfkommission (STIKO) generell für alle Säuglinge und Kleinkinder ab dem vollendeten 2. Lebensmonat bis zum vollendeten 2. Lebensjahr sowie für alle Personen ab dem 60. Lebensjahr und für Kinder und Erwachsene mit bestimmten Risikofaktoren empfohlen.1,5,6